Buchtipps

Hier eine Übersicht meiner ganz persönlichen Fovoriten. Dazu muss ich erklären, dass ich mich nicht für einen großen "Literaturkenner" halte. Also, will heißen, ich bin weder ein Viel-, noch ein Schnellleser. Auch habe ich nicht alle Klassiker gelesen und könnte sie auch kaum fachmännischer beurteilen als der Durchschnittsleser.
Mein Lesekarriere ist vielmehr rein züfällig, denn ich verbringe auch viel Zeit mit anderen Dingen ;O)

Zudem habe ich wie jeder Mensch Vorlieben, was bestimmte Genres der Unterhaltung angeht.
Meine sind eindeutig historische Stoffe, Fantasy und Science Fiction.
Krimis hingegen üben auf mich überhaupt keine Anziehung aus. Daher kann ich diejenigen, die ich gelesen habe sicher an einer Hand abzählen.

Gedichte, schreibe ich zwar viel, lese aber wenig.
Das liegt aber wohl eher daran, dass das Schreiben von Gedichten für mich etwas therapeutisches hat. Aber das gehört nicht hier her.

Hier also meine Liste: Wie es sich gehört, für einen Bibliothekar, alphabetisch :O)

Ich werde nicht viel Erklärungen dazu machen, lest es, dann wisst Ihr warum ich es empfohlen habe. Manchmal gilt die Empfehlung nicht nur einem Buch, sondern gleich dem ganzen Werk des Autors.

Übrigens sind viele dieser Bücher auch als Hörbücher sehr empfehlenswert.

KLEINE EMPFEHLUNGSLISTE: A - Z

Jean M. Auel: Ayla und der Clan des Bären
Diese Geschichte um die Menschen der Vorzeit ist sicher etwas besonderes. Leider geht es in den Folgebänden zu sehr um persönliche Beziehungen, aber auch lesenswert.

Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht
Als ich viel Philosphische geslesn habe, hat mich dieser Text besonders in seinen Bann gezogen :O)

Hans Bemann: Stein und Flöte
Stand Jahre lang ungelesen in meinen diversen Regalen, weil es mir irgendwie zu gewaltig erschien. Doch letztes Jahr hat es mich gepackt. Sicherlich ein Meisterwerk der deutschen Fantasy!

Pierre Bordage: Die Krieger der Stille
Mit den Kriegern der Stille habe ich seit langen einen SF Text gelesen, der in seinem Detailwitz an Jack Vance heranreicht.

David Eddings: Belgariad-Saga
Der Rest seines Werkes lässt für meinen Geschmack stark nach.

Andreas Eschbach
König von Deutschland, Eine Billion Dollar
Der Mann entwickelt sich immer mehr zum Bestseller Autor. Vor allem weil er Themen thematisiert, die overflächlich ungewöhnlich, aber sehr hintergründig und von breiter gesellschaftlicher Bedeutung sind.

Philip Jose Farmer: Flußwelt-Zyklus
Idee und Umsetzung dieser Totenwelt ist einfach vorzüglich. Auch weitere Zyklen sind zu empfehlen.

Raymond Feist: Midkemia
Auch hier nur die ersten fünf Bände aus dem inzwischen auswucherndem Universum.

Ken Follet
Die Säulen der Erde. Tolles facettenreiches Historienspektakel. Macht das Mittelater absolut lebendig. Die Fortsetzung ist ebenso lesenswert!
Die Neue Jahrhundertsaga (Winterwelt) des 20. Jahhundert, kann man auch nur empfehlen.

David Gilmour: Unser aller bestes Jahr
Ein Muss für Väter, auch als Hörbuch zu empfehlen.

Johann Wolfgang Goethe: Faust I
Einfach brillante Reimerei :O)

Gisbert Haefs: Hannibal
Spannender Historienthriller, die anderen Haefs Bücher haben mich nicht so gepackt.

Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel
Aber auch viele seiner anderen Werke sind sehr zu empfehlen, vor allem in der Phase des Heranwachsens :O)

Corneila Kempf: Die Gärten (die Rose) von Damaskus
Unterhaltsamer Ritterschinken aus der Zeit des 3. Kreuzuges.

Martina Kempff: Die Schattenjägerin
Ungewöhnlich intensive Erzählung über eine historische Randfigur.

Robert Löhr: Das Erlkönig-Manöver
Einfach göttliches Abenteuer der alten Klassiker um Goethe und Schiller. Auch die Fortsetzung ist lesenswert.

George R.R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer Bd. 1-10
Absolut das beste an epischer Fantasy-Saga was ich bisher gelesen habe. In Breite und Tiefe der Handlung und der Charaktere einfach super. Auch stark verfilmt! "Game of Thrones"

Karl May: Winnetou
Der große deutsche Jugend-Klassiker. Zu unrecht heute aus mancher Bibliothek, für diese Zielgruppe als nicht mehr zeitgemäß
betrachtet. Detailreich und vor allem mit starkem sozial-christlichem Habitus, der zum besseren Menschen erzieht.
Darüber hinaus Kampf gegen die Ausrottung von Minderheiten und vieles mehr, auch in den meisten seiner anderen Bücher.
Wer den Islam besser verstehen will z.B. :O)

David Mitchell: Der Wolkenatlas. Erst der Film hat mich auf das famose Werk aufmerksam gemacht, leider ist die deutsche Ausgabe voller formaler Fehler.

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher
EIn absolutes Highlight, komischer Fantasy!

Orhan Pamuk: Istanbul
Ehrlich gesagt, aus meiner Sicht der erste verdiente Nobelpreis!
Besser kann man Land und Leute nicht mit der eigenen Geschichte verweben.

Ulrich Plenzdorff: Die neuen leiden des jungen W.
Kaum ein Buch hat mich bei meinem frühen Schreiben mehr beeinflußt.

Christopher Paolini: ERAGON
Ja, alle 4 Bände sind klasse. Nicht so sehr die Originalität der Geschichte, das auch, aber viel mehr hat mich die Dichte der Erzählkunst im Detail beeindruckt und immer wieder überrascht.

Terry Pratchett: Scheibenwelt
Der König der parodistischen SF, wird wohl immer unübertroffen bleiben.
Habe ihn spät entdeckt, da ich klassische Fantasy bevorzuge. Aber inzwischen bin ich ein echter Fan.

Tilmann Röhrig: Wie ein Lamm unter Löwen
Schreibt starke Historienromane mit viel Charm.

J.K. Rowling: Harry Potter 1-7
Sie hat ein neues Genre geschaffen. ABer nicht nur das, die Bücher sind durchgehend von hohem Niveau und das Gesamtepos sehr schlüssig.
Die dt. Hörbuchfassung mit Rufus Beck, ebenfalls unvergleichlich gut !

Sir Walter Scott: Rob Roy
Fast mehr noch als dieses und dass gesamte Werk des schottischen Dichters, über den ich meine Diplomarbeit verfasste, hat mich sein Wohnsitz Abbodsfort in Schottland, wirklich beeindruckt.

Dan Simmons: Hyperion
Großer Dichter des SF-Genres. Kaum einer schreibt mit so viel Gehalt in dieser Sparte.

Paul Stewart
Klippenland-Chroniken - sehr detailreiche Fantasy und besonders auch wegen der tollen Illustrationen von Chris Riddle.

Jonathan Stroud: Bartimäus Triologie
Sehr originelle Dämonen-Fantasy. Vor allem stark in den Dialogen.

J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit und Der Herr der Ringe
Braucht man nicht mehr viel zu zu sagen denke ich

Barbara Tuchmann: Der ferne Spiegel
Eines der beindruckensten historischen Bücher, die ich je las.

Jack Vance: Lyonesse Triologie
Der Urvater der romantischen Fantasy und SF. Diese Triologie ist wirklich sensationell! Und wie fast alle seine Bücher in einem ganz eigenen Stil. Eine Mischung aus Weltenschöpfung und Freak-Storys.

Jules Vern: In 80 Tagen um die Welt und 20000 Meilen unter dem Meer.
Der Vater der SF, ist eine Muss für jeden Fan!

Tad Willams: Der Drachenbeinthron
Einige kleine Längen in den fünf Bänden, aber ansich die beste klassische Fantasy die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Endlich auch als Hörbuch, grandos gesprochen von Andreas Fröhlich.

T.H. White: Der König auf Camelot
Einfach genial geschriebene Artus Parodie!


PS: Natürlich habe ich viel mehr gelesen und gehört, als in dieser Liste aufgeführt ist.
Auch mag ich das eine oder ander völlig vergessen haben. Aber, that's readers life.





© Ludger Albrecht
bloedbabbler - 21. Jun, 13:25

Der "Hannibal" von Haefs ist tatsächlich und bedauerlicherweise sein bester historischer Roman.
Ich erinnere mich noch, als ich während einer Rauchpause bei einer Lesung seines "Hamilkars Garten" mit ihm vor der Tür plauschte.
Mein damaliges Lob bezüglich seiner, wie ich fand, witzigen und kreativen Wortschöpfungen der Art "punischer Lehmkopf", die leider aus meinem verwirrten Munde zu einem "lehmischer Punkopf" wurden, nahm er gerne, mit der Bemerkung "Lehmischer Punkopf" hätte auch etwas, an, was jedoch, das behielt er galant für sich.
Empfehlenswert finde ich auch noch seine frühen Krimis, die mit dem "Universaldilettanten" Balthasar Matzbach einen genialen Protagonisten und eine angenehm verschrobene Erzählweise haben.

Ein all-time-favorite auf meiner Buchliste des Lebens ist noch das Erstlingswerk, von Matt Ruff der Campusroman "Fool on the hill", mit seiner anrühernden Geschichte, den grotesken Figuren und Handlungsebenen.
Ich habe allerdings kämpfen müssen, wenn ich mich recht entsinne, war der Einstieg fast ebenso unerträglich langweilig und langatmig, wie bei einem anderen Lieblingsbuch, nämlich Simone de Beauvoirs "Alle Menschen sind sterblich". Die "Highlander- Thematik" ;-) ohne die Möglichkeit des Ausstiegs durch Dekapitation, die Tragik und die Schuld werden, wie ich finde, leicht und dennoch intensiv dargeboten, wenn man sich durch die ersten unfassbar langweiligen 50 Seiten gewunden hat.

Es scheint, manchmal muss man eben erst diverse Schlammschichten entfernen, bis sich ein Juwel offenbaren kann.

Ihnen Ihr Blödbabbler

ludger albrecht - 21. Jun, 13:59

Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Manchmal hat man gute Texte auch vergessen, aber wird hier wieder daran erinnert. Simone de Beauvoir, hat mich mit ihrem Buch "Das ander Geschlecht" z.B. auch sehr beeindruckt.

Danke für die Erinnerung Blödbabbler :O)

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